08 Wo Bitcoin verboten ist

07.12.2025

In der Volksrepublik China herrscht seit Sommer 2021 ein Krypto-Verbot. Begründung: Gefährdung der Finanzordnung, Vermeidung krimineller Aktivitäten. Globaler Impakt des Verbots: Chinas Anteil an der Bitcoin-Hashrate (Minig) sank von 75 % 2019 auf 0 % 2021. Die CO₂-Bilanz des globalen Mining verschlechterte sich durch die Flucht aus China noch weiter. Im November 2025 bekräftigte die chinesische Zentralbank gemeinsam mit 13 Behörden das anhaltende Verbot. Virtueller Währungen seien ein Risiko für die Finanzstabilität.

Länder mit vollständigem Verbot (Handel, Besitz, Mining)

China: Seit 2021 sind alle Krypto-Transaktionen und Mining verboten
Algerien: Seit 2018 ist Kauf, Verkauf, Nutzung und Besitz von Kryptowährungen illegal.
Bangladesch: Verbot von Krypto-Transaktionen, Strafen bis zu 12 Jahren Haft
Bolivien: Nutzung von Bitcoin seit 2014 vollständig verboten.
Nepal: Striktes Verbot von Kryptowährungen und Mining.
Nordmazedonien: Kryptowährungen sind illegal.

Teilweise Verbot oder starken Einschränkungen

Indien: hohe Steuerlast (30 % auf Gewinne, 1 % auf jede Transaktion) Zahlungen verboten.
Russland: Nutzung als Zahlungsmittel verboten, strengere Regeln vorgesehen]
Türkei: Zahlungen mit Kryptowährungen verboten
Nigeria: Banken dürfen keine Krypto-Transaktionen abwickeln
Ägypten, Tunesien, Marokko: Nutzung und Mining verboten
Irak: Strenge Beschränkungen seit 2017, Nutzung verboten

Mining explizit verboten in China Bolivien, Bangladesch, Nepal, Algerien, Ghana

Details für Nerds:

In der Volksrepublik China wurden 2021 Bitcoin-Mining-Zentren verboten, Krypto-Börsen wie Binance waren über die Suchmaschine Baidu nicht mehr aufrufbar, und die Behörden warnten immer wieder vor Kryptowährungen. Sämtliche Krypto-Transaktionen seien illegal, und man gehe gegen jegliche Aktivitäten im Kryptowährungshandel vor. Ausländischen Krypto-Börsen wurde untersagt, Anlegern in China noch Dienstleistungen anzubieten. Kryptowährungen störten die Wirtschafts- und Finanzordnung, förderten Geldwäsche, illegale Geldbeschaffung, Betrug, Schneeballsysteme und andere kriminelle Aktivitäten und gefährdeten die Sicherheit des Eigentums der Menschen ernsthaft.

Der Einfluss dieser Entscheidung auf den Kryptomarkt war deutlich sichtbar: Wegen der zuvor günstigen Bedingungen hatte sich ein Großteil der Bitcoin-Mining-Zentren in China angesiedelt. Das Cambridge Digital Assets Programme, das federführend die Beobachtung des Bitcoin-Stromverbrauchs (CBECI) durchführt, meldete: Chinas Anteil an der globalen Hashrate (Bitcoin-Mining) sank von über 75 % (2019) auf 0 % (Juli 2021). Dadurch verschlechterte sich die CO₂-Bilanz von Bitcoin: 2020 stammten noch 34 % des weltweiten Mining-Stroms aus Wasserkraft, 2021 nur noch 18,5 %. Gleichzeitig stieg der Anteil von Kohle, Gas und Atomkraft – vor allem durch die Verlagerung des Minings in die USA.

Am 28. November 2025 hielt die chinesische Zentralbank in Peking ein Koordinierungstreffen zur Bekämpfung von spekulativem Handel und illegalen Aktivitäten mit Kryptowährungen ab. Anwesend waren hochrangige Vertreter von 13 wichtigen Behörden, darunter Polizei, oberste Justiz, Cyberspace-Regulierung, Finanzaufsicht und Wirtschaftsministerien. Dort wurde klargestellt: Virtuelle Währungen sind weiterhin illegal und ein wachsendes Finanzstabilitätsrisiko.

Andere Länder mit Bitcoinverbot:

Algerien: Seit 2018 ist der Kauf, Verkauf, die Nutzung und sogar das Halten von Kryptowährungen durch ein Finanzgesetz verboten.
Bangladesch: Kryptowährungen sind verboten. Transaktionen können mit bis zu zwölf Jahren Haft nach den Gesetzen zur Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierung bestraft werden.
Bolivien: Seit 2014 herrscht ein vollständiges Verbot von Bitcoin und anderen nicht staatlich regulierten Währungen.
Kolumbien: Die Finanzaufsichtsbehörde hat bereits 2014 klargestellt, dass Banken und andere Institute keine Geschäfte mit virtuellen Währungen tätigen dürfen.
Ägypten: Die ägyptische Religionsbehörde Dar al-Ifta erklärte Bitcoin-Transaktionen 2018 für "haram" – also nach islamischem Recht verboten. Seit 2020 sind der Handel und die Bewerbung von Kryptowährungen ohne Lizenz der Zentralbank offiziell untersagt.
Indonesien: Seit Januar 2018 ist der Einsatz indonesischer Kryptowährungen als Zahlungsmittel verboten.
Ghana: Kryptowährungen und Mining sind verboten.
Iran: Der Handel mit im Ausland geschürften Kryptowährungen ist verboten. Illegales Mining belastet das Stromnetz, daher gab es zeitweise Mining-Verbote.
Indien: Indien plant ein Gesetz, das fast alle Kryptowährungen verbietet und stattdessen eine digitale Zentralbankwährung einführen soll. Bereits 2021 wurde diskutiert, den Besitz, Handel und Abbau von Kryptowährungen unter Strafe zu stellen.
Irak: Sowohl die irakische Zentralbank als auch die Regionalregierung in Kurdistan haben den Umgang mit Kryptowährungen untersagt.
Kosovo: Seit Anfang 2022 gilt ein Verbot für das Krypto-Mining, um die Energiekrise zu entschärfen.
Mexiko: Kryptowährungen gelten in Mexiko nicht als gesetzliches Zahlungsmittel. Nepal: Seit August 2017 sind Kryptowährungen wie Bitcoin in Nepal offiziell verboten. Nordmazedonien: Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum sind verboten. Russland: Beamten ist der Besitz von Kryptowährungen verboten. Die Regierung erwägt strengere Regulierungen, um Geldwäsche und andere illegale Aktivitäten zu bekämpfen. Türkei: Seit April 2021 ist es verboten, Kryptowährungen direkt oder indirekt für den Kauf von Waren und Dienstleistungen zu verwenden.
Vietnam: Die Ausgabe, Bereitstellung und Nutzung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Zahlungsmittel sind verboten