08 Wo Bitcoin verboten ist
In der Volksrepublik China herrscht seit Sommer 2021 ein Krypto-Verbot. Begründung: Gefährdung der Finanzordnung, Vermeidung krimineller Aktivitäten. Globaler Impakt des Verbots: Chinas Anteil an der Bitcoin-Hashrate (Minig) sank von 75 % 2019 auf 0 % 2021. Die CO₂-Bilanz des globalen Mining verschlechterte sich durch die Flucht aus China noch weiter. Im November 2025 bekräftigte die chinesische Zentralbank gemeinsam mit 13 Behörden das anhaltende Verbot. Virtueller Währungen seien ein Risiko für die Finanzstabilität.
Länder mit vollständigem Verbot (Handel, Besitz, Mining)
China:
Seit 2021 sind alle Krypto-Transaktionen und Mining verboten
Algerien:
Seit 2018 ist Kauf, Verkauf, Nutzung und Besitz von Kryptowährungen
illegal.
Bangladesch:
Verbot von Krypto-Transaktionen, Strafen bis zu 12 Jahren Haft
Bolivien:
Nutzung von Bitcoin seit 2014 vollständig verboten.
Nepal:
Striktes Verbot von Kryptowährungen und Mining.
Nordmazedonien:
Kryptowährungen sind illegal.
Teilweise Verbot oder starken Einschränkungen
Indien: hohe Steuerlast (30 % auf Gewinne, 1 % auf jede Transaktion) Zahlungen verboten.Russland: Nutzung als Zahlungsmittel verboten, strengere Regeln vorgesehen]
Türkei: Zahlungen mit Kryptowährungen verboten
Nigeria: Banken dürfen keine Krypto-Transaktionen abwickeln
Ägypten, Tunesien, Marokko: Nutzung und Mining verboten
Irak: Strenge Beschränkungen seit 2017, Nutzung verboten
Mining explizit verboten in China Bolivien, Bangladesch, Nepal, Algerien, Ghana

Details für Nerds:
In der Volksrepublik China wurden 2021 Bitcoin-Mining-Zentren verboten, Krypto-Börsen wie Binance waren über die Suchmaschine Baidu nicht mehr aufrufbar, und die Behörden warnten immer wieder vor Kryptowährungen. Sämtliche Krypto-Transaktionen seien illegal, und man gehe gegen jegliche Aktivitäten im Kryptowährungshandel vor. Ausländischen Krypto-Börsen wurde untersagt, Anlegern in China noch Dienstleistungen anzubieten. Kryptowährungen störten die Wirtschafts- und Finanzordnung, förderten Geldwäsche, illegale Geldbeschaffung, Betrug, Schneeballsysteme und andere kriminelle Aktivitäten und gefährdeten die Sicherheit des Eigentums der Menschen ernsthaft.
Der Einfluss dieser Entscheidung auf den Kryptomarkt war deutlich sichtbar: Wegen der zuvor günstigen Bedingungen hatte sich ein Großteil der Bitcoin-Mining-Zentren in China angesiedelt. Das Cambridge Digital Assets Programme, das federführend die Beobachtung des Bitcoin-Stromverbrauchs (CBECI) durchführt, meldete: Chinas Anteil an der globalen Hashrate (Bitcoin-Mining) sank von über 75 % (2019) auf 0 % (Juli 2021). Dadurch verschlechterte sich die CO₂-Bilanz von Bitcoin: 2020 stammten noch 34 % des weltweiten Mining-Stroms aus Wasserkraft, 2021 nur noch 18,5 %. Gleichzeitig stieg der Anteil von Kohle, Gas und Atomkraft – vor allem durch die Verlagerung des Minings in die USA.
Am 28. November 2025 hielt die chinesische Zentralbank in Peking ein Koordinierungstreffen zur Bekämpfung von spekulativem Handel und illegalen Aktivitäten mit Kryptowährungen ab. Anwesend waren hochrangige Vertreter von 13 wichtigen Behörden, darunter Polizei, oberste Justiz, Cyberspace-Regulierung, Finanzaufsicht und Wirtschaftsministerien. Dort wurde klargestellt: Virtuelle Währungen sind weiterhin illegal und ein wachsendes Finanzstabilitätsrisiko.
Andere Länder mit Bitcoinverbot:
Algerien: Seit 2018 ist der Kauf, Verkauf, die
Nutzung und sogar das Halten von Kryptowährungen durch ein
Finanzgesetz verboten.
Bangladesch: Kryptowährungen
sind verboten. Transaktionen können mit bis zu zwölf Jahren Haft
nach den Gesetzen zur Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierung
bestraft werden.
Bolivien: Seit 2014 herrscht ein
vollständiges Verbot von Bitcoin und anderen nicht staatlich
regulierten Währungen.
Kolumbien: Die
Finanzaufsichtsbehörde hat bereits 2014 klargestellt, dass Banken
und andere Institute keine Geschäfte mit virtuellen Währungen
tätigen dürfen.
Ägypten: Die ägyptische
Religionsbehörde Dar al-Ifta erklärte Bitcoin-Transaktionen 2018
für "haram" – also nach islamischem Recht verboten. Seit 2020
sind der Handel und die Bewerbung von Kryptowährungen ohne Lizenz
der Zentralbank offiziell untersagt.
Indonesien:
Seit Januar 2018 ist der Einsatz indonesischer Kryptowährungen als
Zahlungsmittel verboten.
Ghana: Kryptowährungen und
Mining sind verboten.
Iran: Der Handel mit im
Ausland geschürften Kryptowährungen ist verboten. Illegales Mining
belastet das Stromnetz, daher gab es zeitweise Mining-Verbote.
Indien: Indien plant ein Gesetz, das fast alle
Kryptowährungen verbietet und stattdessen eine digitale
Zentralbankwährung einführen soll. Bereits 2021 wurde diskutiert,
den Besitz, Handel und Abbau von Kryptowährungen unter Strafe zu
stellen.
Irak: Sowohl die irakische Zentralbank als
auch die Regionalregierung in Kurdistan haben den Umgang mit
Kryptowährungen untersagt.
Kosovo: Seit Anfang 2022
gilt ein Verbot für das Krypto-Mining, um die Energiekrise zu
entschärfen.
Mexiko: Kryptowährungen gelten in
Mexiko nicht als gesetzliches Zahlungsmittel. Nepal:
Seit August 2017 sind Kryptowährungen wie Bitcoin in Nepal offiziell
verboten. Nordmazedonien: Kryptowährungen wie
Bitcoin und Ethereum sind verboten. Russland:
Beamten ist der Besitz von Kryptowährungen verboten. Die Regierung
erwägt strengere Regulierungen, um Geldwäsche und andere illegale
Aktivitäten zu bekämpfen. Türkei: Seit April 2021
ist es verboten, Kryptowährungen direkt oder indirekt für den Kauf
von Waren und Dienstleistungen zu verwenden.
Vietnam:
Die Ausgabe, Bereitstellung und Nutzung von Bitcoin und anderen
Kryptowährungen als Zahlungsmittel sind verboten